Tag für Tag liegt er in Stellung an der Front. Und er hat Angst.
Zuhause bangt die Mutter um den einz’gen Sohn. Und sie hhat Anngst
vor dem schwarzen Briefkuvert, in dem bedeutungslos und leer
der Nachruf an den Frontsoldaten ist:
„Er blieb tapfer, mutig steh’n, ist als Vorbild anzuseh’n,
… für Gott und Vaterland sein Leben ließ.“

Jeden Abend nimmt die Flöte er zur Hand und spielt sein Lied.
In die Dunkelheit entschwebt die Melodie zu Freund und Feind,
und sie hören hier und drüben: Wieviel schöner wär’s zu lieben,
statt dem wilden Hass zu lassen freie Bahn!
Und des Nachts kann er nicht schlafen und denkt weinend Stunden lang
an die Freundin, an die Mutter, an zuhaus.

Doch dann, eines Abends, blieb sein Liedchen aus, weil er fiel.
Und zuhause sitzt die Mutter gramgebeugt und liest den Brief
aus dem schwarzen Briefkuvert, in dem bedeutungslos und leer
der Nachruf an den Frontsoldaten ist:
„Er blieb tapfer, mutig steh’n, ist als Vorbild anzuseh’n.
Die Flöte und die Urne wird geschickt.“

An der Front vermissen Freund und Feind sein Lied.
Nun ein Engel ihm sein „Lied der Liebe“ spielt:
FRIEDE      PEACE     SHALOM     PAX     MIER     FREEDE    PAIX    
UDO     PACE     HOA BINH     PAZ     POKOJE     SALAM …

Friede den Menschen, die guten Willens sind!

Erschütternde Berichte aus den Kriegszonen unserer Erde wecken erschütternde Erinnerungen an die Zeit, in der wir selber „Kriegsschauplatz“ waren.